Seit der Einführung des AMNOG sind pharmazeutische Unternehmen in Deutschland verpflichtet, für neue Arzneimittel einen Zusatznutzen gegenüber bestehenden Therapien nachzuweisen. Das dahinterliegende Prinzip: Eine neue Behandlung darf teurer sein als der bisherige Therapiestandard – vorausgesetzt, sie verschafft den Patienten einen nachweislich höheren Nutzen.
In der Praxis stößt dieses Verfahren jedoch zunehmend an seine Grenzen. Neue, hochspezialisierte und personalisierte Therapien für kleine Patientenpopulationen passen oft nicht in die standardisierten Bewertungsmuster – was dazu führen kann, dass die Kosten von Forschung, Entwicklung und Produktion in den Erstattungspreisen nicht mehr richtig abgebildet werden.
Seit der Einführung des AMNOG sind pharmazeutische Unternehmen in Deutschland verpflichtet, für neue Arzneimittel einen Zusatznutzen gegenüber bestehenden Therapien nachzuweisen. Das dahinterliegende Prinzip: Eine neue Behandlung darf teurer sein als der bisherige Therapiestandard – vorausgesetzt, sie verschafft den Patienten einen nachweislich höheren Nutzen.
In der Praxis stößt dieses Verfahren jedoch zunehmend an seine Grenzen. Neue, hochspezialisierte und personalisierte Therapien für kleine Patientenpopulationen passen oft nicht in die standardisierten Bewertungsmuster – was dazu führen kann, dass die Kosten von Forschung, Entwicklung und Produktion in den Erstattungspreisen nicht mehr richtig abgebildet werden.
Die Krankenhausreform stellt das System im stationären Bereich grundlegend um: Die Zusammenlegung von Kapazitäten innerhalb von Leistungsgruppen soll Qualität sichern und gleichzeitig Ressourcen effizienter nutzen. Wenn Patientenzahlen in einer Leistungsgruppe zunehmen und die Auslastung entsprechend hoch ist, greift ein vertrautes Steuerungsinstrument: Patienten werden fachfremd auf anderen Stationen untergebracht.
In der internationalen Fachliteratur spricht man von Off-Service Placement (fachfremde Belegung). Gemeint sind Fälle, in denen z. B. internistische Patienten auf einer chirurgischen Station liegen, weil dort gerade ein Bett frei ist. Bisherige Studien zeigen: Für diese Off-Service-Patienten selbst bedeutet das häufig …
Seit der Einführung des AMNOG sind pharmazeutische Unternehmen in Deutschland verpflichtet, für neue Arzneimittel einen Zusatznutzen gegenüber bestehenden Therapien nachzuweisen. Das dahinterliegende Prinzip: Eine neue Behandlung darf teurer sein als der bisherige Therapiestandard – vorausgesetzt, sie verschafft den Patienten einen nachweislich höheren Nutzen.
In der Praxis stößt dieses Verfahren jedoch zunehmend an seine Grenzen. Neue, hochspezialisierte und personalisierte Therapien für kleine Patientenpopulationen passen oft nicht in die standardisierten Bewertungsmuster – was dazu führen kann, dass die Kosten von Forschung, Entwicklung und Produktion in den Erstattungspreisen nicht mehr richtig abgebildet werden.
Bedeutet eine hohe finanzielle Verschuldung eines Pflegeheimes in Krisenzeiten, dass Sterbefälle durch schlechter werdende Pflegequalität ansteigen? Eine neue Studie von Morris et al. [1] zeigt, dass sich diese Frage nicht so einfach bejahen lässt. Die Studie analysiert mit neuen Perspektiven auf Unternehmensstruktur und Leasingverträgen, welche Auswirkungen eine finanzielle Verschuldung von Pflegeheimen tatsächlich auf die Entwicklung von Sterbefällen in Krisensituationen hat und kommt dadurch zu neuen Erkenntnissen.
Dass (finanzielle) Krisensituationen eine schlechtere Versorgungsqualität verursachen, wurde bereits in unterschiedlichen Settings wissenschaftlich untersucht [z.B. 2, 3]. Während der COVID-19-Pandemie waren Pflegeheime der Corona-Hotspot. …
Die Debatte um die Zukunft der stationären Pflege wird heute oft in dramatischen Schlagzeilen geführt: Insolvenzen, Fachkräftemangel, Pflegenotstand. Dass diese Lage ernst ist, steht außer Frage. Doch sie lässt sich nicht mit Symbolpolitik oder kurzfristigen Entlastungspaketen lösen. Wer in der Pflege tatsächlich etwas bewegen will – politisch oder unternehmerisch –, muss sich mit den operativen Realitäten vor Ort befassen.
Als einer der größten privaten Betreiber stationärer Pflegeeinrichtungen in Deutschland waren auch wir gezwungen, unsere Geschäftsgrundlagen zu hinterfragen und neu zu justieren. Der wirtschaftliche Druck, dem die gesamte Branche unterliegt, ist …
In Deutschland wagen immer mehr Krankenhäuser den Einstieg in die ambulante Versorgung. So gründen und übernehmen Krankenhäuser z.B. medizinische Versorgungszentren (MVZ). Ein vergleichbarer Trend ist auch in den USA zu beobachten. Dort kaufen immer mehr Krankenhäuser Arztpraxen auf und wandeln diese in eine Krankenhausambulanz um („vertikale Integration“). Ob diese Entwicklung vorteilhaft ist, beleuchtet eine US-Studie [1].
Durch die Gegenüberstellung von Ausgaben und Qualitätskennzahlen von knapp 2,6 Millionen Patientenkontakten für den Fachbereich Gastroenterologie konnten wichtige Rückschlüsse auf die tatsächlichen Auswirkungen einer vertikalen Integration gezogen werden.
Der Strukturwandel im deutschen Gesundheitswesen wird …
In einer zunehmend digitalisierten Welt greifen Verbraucher immer häufiger auf künstliche Intelligenz (KI) und algorithmusbasierte Entscheidungshilfen zurück, um komplexe finanzielle Entscheidungen zu treffen. Eine aktuelle Studie von Bundorf, Polyakova und Tai-Seale untersucht, wie sich digitale Expertenberatung auf die Wahl von Krankenversicherungen auswirkt [1].
Dabei wird nicht nur analysiert, ob digitale Beratung die Entscheidungsfindung erleichtert, sondern auch, welche Konsumentengruppen diese Unterstützung tatsächlich nutzen.
Studiendesign
Die Studie basiert auf einem randomisierten kontrollierten Experiment mit über 1.100 Teilnehmern, die im Rahmen des Medicare Programms in den USA eine spezifische Krankenversicherung für verschreibungspflichtige …
Im Bundestagswahlkampf schlug Bündnis 90/Die Grünen erneut vor, Sozialbeiträge auch auf Kapitalerträge zu erheben. In der politischen und medialen Diskussion dieser Idee fehlen jedoch eine klare Definition von Kapitalerträgen und Informationen zur konkreten Höhe der Beiträge bzw. zur Berücksichtigung von Freibeträgen. Außerdem ist unklar, welches finanzielle Potenzial einer Ausweitung der Bemessungsgrundlage der Sozialversicherungsbeiträge innewohnt.
In der Literatur liegen seit Jahrzehnten Berechnungen zu den potenziellen Mehreinnahmen der GKV vor. Das Leipziger Forschungsinstitut für Gesundheitsökonomie und Gesundheitssystemforschung, WIG2, hat zehn relevante Publikationen zur Finanzwirkung der Verbeitragung von Kapitalerträgen untersucht und Konsequenzen für …
In Deutschland gibt es einen Trend zur Zentralisierung von Kliniken. Dabei wird oftmals vergessen, dass spezialisierte Leistungen, die gut planbar sind, eher in separierten Fachkliniken angeboten werden sollen [1]. Dies gilt auch für den wachsenden Bedarf an Reproduktionsmedizin. Eine Möglichkeit der Realisierung von flächendeckenden Behandlungsangeboten ist die Implementierung von Kliniken in einer Klinikkette.
Während einige Kritiker befürchten, dass hier finanzielle Interessen in der medizinischen Versorgung überwiegen könnten, zeigt eine aktuelle Studie von La Forgia und Bodner am Beispiel von Fertilitätskliniken in den USA, dass die Übernahme von Krankenhäusern durch größere …
27.01.2025
Mehr als Entbudgetierung: Zusammenhänge und offene Fragen zur Honorarreform der Hausärzte
TrendsAktuell ist viel von der überraschenden Einigung der Ex-Ampelparteien zur Aufhebung des Honorardeckels für die Hausarztmedizin die Rede. Insbesondere FDP und Hausärzteverband sind in Feierlaune. Allerdings besteht die Honorarreform – neben der Entbudgetierung – aus zwei weiteren Komponenten, die wiederum nicht unumstritten sind.
Die Ausgestaltung des Reformrahmens, den der Gesetzesentwurf nur in groben Zügen vorgibt, obliegt der Selbstverwaltung. Was hier im Ergebnis auf die Hausärzteschaft zukommt, ist noch weitgehend unklar.
Keine Änderungen seit letzter Fassung des GVSG
Das Wichtigste voran: Der aktuelle Entwurf zur Hausarzthonorarreform entspricht bin zum letzten Komma …
Das GVSG biegt in den nächsten Wochen auf die parlamentarische Zielgerade ein. Mit ihm soll nicht nur die Entbudgetierung der Allgemeinmedizin, sondern auch eine weitreichende Reform der hausärztlichen Honorare kommen. Umstrittener Kern ist die Umstellung auf Jahrespauschalen und die Anbindung der Vorhaltefinanzierung an konkrete Leistungsvoraussetzungen. Wer hier allerdings allein auf die daraus resultierende Umverteilungswirkung schaut, verpasst möglicherweise die Chancen, die diesem Reformansatz innewohnen. Voraussetzung ist allerdings, dass nicht nur plakativen Überschriften der Debatte Gehör finden, sondern Zielstellung und Wirkmechanismen trotz aller Komplexität genau hinterfragt werden. Als Anstoß dazu bietet diese …
