Die Digitalisierung birgt, richtig eingesetzt, ein erhebliches Potenzial zur Entlastung der Pflegekräfte in der Altenpflege. So hat es auch die Bundesregierung erkannt. Mit dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz können sich ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen einmalig die Anschaffung von entsprechender digitaler oder technischer Ausrüstung mit bis zu 12.000 Euro finanzieren lassen. Bis zu 30.000 Euro stehen pro Einrichtung zur Verfügung. Welche Konsequenzen Digitalisierung für den Pflegepersonalbestand und die Pflegequalität hat, ist jetzt in einer Studie aus den USA untersucht worden.  

Pflegekräfte verbringen täglich ca. 15 % bis 25 % der Arbeitszeit mit Verwaltungsaufgaben [1]. …

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Eine effektive Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Pflegepersonal ist erforderlich, um die Sicherheit für jeden einzelnen Patienten im Krankenhaus gewährleisten zu können. Insbesondere Fehler im kommunikativen Austausch von beteiligten Berufsgruppen haben erhebliche Folgen für die Patientenversorgung [1]. Vor allem Intensivstationen stellen im Anbetracht der multidisziplinären Aufgabenverteilung einen sehr sicherheitsempfindlichen Bereich dar [2]. Umso wichtiger ist es, dass gerade hier alle Ärzte und Pfleger ein identisches sicherheitsorientiertes Verständnis zur Patientenversorgung haben. Grund ist, dass das Sicherheitsklima nachweislich Auswirkungen auf das Wohlbefinden des Patienten hat [3]. Unter Sicherheitsklima ist dabei

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Sebastian Hofmann

Sind die märchenhaften Erfolge von Amazon, Google & Co auch im Gesundheitswesen möglich? Anders formuliert: Lassen sich Umsätze im Gesundheitswesen durch digitale Technik skalieren? Bei dieser Frage treffen gleich zwei reichlich unbestimmte Begriffe aufeinander. Zu „Skalierung“ finden sich verschiedene betriebswirtschaftliche Bedeutungen: Von „Wachstum“ über „starkes Wachstum“ bis hin zu „Wachstum, das nahezu ohne eine Erhöhung der Fixkosten möglich ist“.

Letzteres ist technisch durchaus denkbar: Während ein Arzt max. 24 Stunden am Tag erklären kann, lässt sich ein digitaler Erklärfilm zahlenmäßig unbegrenzt verwenden; gibt es Menschen, die bereit sind, dafür zu …

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Erschöpft, ausgebrannt, gestresst: eine Gefahr, die Pflegekräfte selbst zum Pflegefall werden lässt. Die Problematik des generell herrschenden Personalmangels verschärft sich mit der Zunahme des Arbeitsausfalls durch Erkrankungen wie Burnout. Somit erweist es sich nicht nur als schwierig, Nachwuchs zu gewinnen und Stellen zu besetzen, sondern auch angestellte Pflegekräfte zu behalten. Doch wie kann verhindert werden, dass es zu Erkrankungen wie beispielsweise Burnout kommt? Welche Faktoren im Arbeitsumfeld von Pflegekräften fördern die Entwicklung von Burnout? Und welche Gefahren ergeben sich dadurch? Eine kanadische Studie[1] liefert Erkenntnisse, die zur Beantwortung dieser Fragen

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Bessere Personalausstattung und Arbeitsbedingungen in der Kranken- und Altenpflege sollen auch Pflege und Betreuung der Patienten sowie der Pflegebedürftigen zum Positiven verändern – das verspricht sich die Bundesregierung vom derzeit diskutierten Pflegepersonal-Stärkungsgesetz. Aus gutem Grund: Die Auswirkungen von zu hoher Arbeitsbelastung sind immens. Neben der allgemeinen Arbeitsunzufriedenheit und den Gesundheitsbeeinträchtigungen der Pflegekräfte leiden auch Patienten. So erweist sich der Personalstand bei patientenrelevanten Maßen, wie der Anzahl an Komplikationen oder der Mortalität, als ein entscheidender Faktor.

Während ein weitgehender Konsens darüber herrscht, dass ein genereller Zusammenhang zwischen der Arbeitsbelastung, dem Personalstand …

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Seit Ende September wird über das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz im Bundestag heftig diskutiert. Spürbare Erleichterungen im Alltag der Pflegekräfte sollen durch bessere Personalausstattung und Arbeitsbedingungen in der Kranken- und Altenpflege erreicht werden. Aus gutem Grund: Pflegekräfte fühlen sich trotz Liebe zum Beruf aufgrund von Personalmangel überfordert und ausgelaugt und den Anforderungen der Pflege nicht mehr gewachsen. In Krankenhäusern soll insbesondere die Festlegung von konkretem Personalbedarf Abhilfe schaffen: eine hochkomplexe Aufgabe. Insbesondere das hohe Maß an Ungewissheit muss dabei berücksichtigt werden. Zum einen variiert die Anzahl an Patienten mit unterschiedlichsten Erkrankungen und somit

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Bis 2021 soll jeder Versicherte in Deutschland einen gesetzlichen Anspruch auf eine elektronische Patientenakte (ePA) haben, so sieht es das geplante Terminservice- und Versorgungsgesetz vor. Dass eine fortgeschrittene ePA Leben retten kann, hat jetzt eine US-amerikanische Studie nachgewiesen. Patientensicherheitsbezogene Ereignisse, wie bspw. Medikationsfehler oder Stürze, gehen um 17,5 Prozent zurück.

Jährlich sterben in US-amerikanischen Krankenhäusern zwischen 44.000 und 98.000 Patienten aufgrund von vermeidbaren medizinischen Fehlern.[1] Weitere 100.000 Patienten erleiden oder riskieren einen Schaden. Insgesamt fließen in den USA jedes Jahr zweistellige Milliardenbeträge in Vorkommnisse, die im Zusammenhang mit der Patientensicherheit …

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Dr. Andreas Meusch

Souverän ist, wer über hinreichend Daten verfügt und sie zu nutzen weiß. In sprachlicher (!) Anlehnung an den deutschen Staatsrechtler und Philosophen Carl Schmitt beschreibt dies das Grundgesetz des 21. Jahrhunderts. Die relevanten Player im Gesundheitswesen haben das inzwischen erkannt und ringen um ihre Souveränität, getrieben auch von der Sorge, dass die internationalen Datenkonzerne die neuen Souveräne werden können. Die Nutzung ihrer Daten ist für die Gesetzliche Krankenversicherung eine relevante Zukunftsfrage. Der nachfolgende Beitrag geht am Beispiel des Themas Marktzugang der Frage nach, welche Daten der gesetzlichen Krankenversicherung vorhanden sind

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Dr. rer. oec. Dirk Lauscher

Krankenhäuser bewegen sich in Deutschland traditionell in einem stark regulierten Markt mit einer Vielzahl an Gesetzen und Vorschriften und einer ausgeprägten Überwachungssystematik seitens der Legislative. Wie ist aber beispielsweise der Mechanismus in einem staatlichen Gebilde, wie der Gesundheitsversorgung in Großbritannien? Wie ist er in der Schweiz? Was machen unsere französischen Nachbarn, die doch seit der Revolution den staatlichen Leitsatz „liberté, egalité, fraternité“, also vor allem auch „Freiheit“ und „Gleichheit“ als Maxime verfolgen? Diese Fragestellungen stehen auch für das Rechnungswesen eines Krankenhauses.

Im Allgemeinen gilt, dass das externe Rechnungswesen umfassend reguliert, …

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13.08.2018

Gewinne für Heilberufler?!

Trends

Dr. Frank Diener

Wenn es um neue oder zusätzliche Leistungen im Gesundheitswesen geht, ist ziemlich schnell Konsens, dass „man“ sie haben will: Mehr Präsenzzeiten der Ärzte für die GKV-Versicherten, zahnärztliche High-End-Versorgung, umfangreiches Entlassmanagement der Krankenhäuser, das Handling der Rabattverträge durch  die Apotheker, von der Pharmaindustrie innovative Arzneimittel mit hohem Zusatznutzen, mehr Leistungen in der ambulanten und stationären Pflege und natürlich die alsbaldige durchgehende Digitalisierung aller Daseinsbereiche des Gesundheitswesens sind nur einige Beispiele. Doch wenn es um die Vergütung solch neuer und zusätzlicher Leistungen geht, werden die Lippen meist schmal: Das gängige Toleranzspektrum in

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Schnellere Termine beim niedergelassenen Arzt, kürzere Wartezeiten in der Praxis – Probleme, die in Deutschland ganz oben auf der gesundheitspolitischen Agenda stehen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu sind dürftig. Jetzt bringt eine US-amerikanische Studie[1] mehr Licht ins Dunkel. Ergebnis einer dezidierten Online-Befragung von 1.155 Personen: Frauen wollen eher von ihrem eigenen Arzt behandelt werden und zwar schnell. Männer sind auch mit einem alternativen Arzt zufrieden, pochen jedoch ebenso auf kurze Wartezeiten bis zum Termin. US-amerikanische Patienten sind zudem bereit, für einen schnelleren Termin zu zahlen. Für die Terminkoordination in Arztpraxen

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Thomas Meißner

Mehr Stellen, mehr Wertschätzung, Unterstützung aus dem Ausland, kein Schulgeld für die Ausbildung – die Vorschläge, um mehr Pflegefachkräfte zu gewinnen, sind vielfältig. Die Bundesregierung lässt nichts unversucht, um das Problem Pflege in den Griff zu bekommen. Für Thomas Meißner, Vorstand im AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG), Mitglied im Deutschen Pflegerat sowie Geschäftsführer eines ambulanten Pflegedienstes, sind die Maßnahmen zu unkonkret. Kurzfristige Abhilfe könnten Steuerfreibeiträge für jene Pflegekräfte bringen, die unmittelbar die Patienten pflegen. Die bessere Bezahlung der Pflegekräfte hat oberste Priorität und sie ist eine hoheitliche Aufgabe.

 

Herr

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