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Wiederholte Patienteneinweisungen scheinen weniger mit der eigentlichen Leistung des Krankenhauses selbst als mit den Charakteristika des Kreises, in dem sich das Krankenhaus befindet, zusammen zu hängen. Zu diesen Erkenntnissen kommt eine Studie[1] aus den USA. Daraus lassen sich auch Schlüsse für die Situation in Deutschland ziehen.

Im Idealfall stellt die Entlassung eines Patienten aus dem Krankenhaus den Abschluss seiner stationären Behandlung dar. Die Realität sieht oftmals anders aus: Beinahe jeder fünfte Patient (18 Prozent) wird in Deutschland innerhalb von 30 Tagen wieder ins Krankenhaus eingewiesen[2].

Viele Krankenhäuser streben die Verringerung …

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Prof. Dr. Stefan Scholtes

Fernsehserien wie „Casualty“, „Grey’s Anatomy“ und „House“ lassen Krankenhäuser in einem glanzvollen Licht erscheinen. Im Fernsehen kämpfen heroische Teams aus Ärzten und Krankenschwerstern mit höchst komplexen oder sogar mysteriösen Krankheitsfällen. Sie tüfteln spektakulärste Behandlungsmethoden aus und retten unter dramatischen Bedingungen im letzten Moment das Leben des Patienten. Fernab dieser fiktiven Dramen sieht die Realität in öffentlichen Krankenhäusern allerdings ganz anders aus.

Anstelle von dramatischen Individualtherapien besteht das Gros der Aktivität aus routinemäßige Prozeduren. Diese erfordern zwar kein großes Brainstorming, nehmen allerdings viel Zeit und Ressourcen in Anspruch. Und eben diese …

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In den Notaufnahmen der Krankenhäuser gehören Zeitdruck und Diagnoseunsicherheit zum Alltag der behandelnden Ärzte. Fehler in Bezug auf eine Hospitalisierung scheinen mit erhöhtem Patientenandrang zunehmend aufzutreten. Eine neue Studie[1] aus Großbritannien zeigt, dass ein zweistufiges Gatekeeping-System Abhilfe schaffen kann: Zum einen kann die Fehlerrate von unnötigen Krankenhauseinweisungen um 16,5 Prozent, zum anderen die Fehlerrate von fälschlichen Krankenhausentlassungen um 13,8 Prozent reduziert werden.

Ärzten in den Notaufnahmen von Krankenhäusern wird oftmals abverlangt, Entscheidungen unter Unsicherheit und enormem Zeitdruck zu treffen. So heißt es in Patientenumfragen oder auch in den Medien. Die …

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Eine aktuelle Untersuchung aus Deutschland zeigt sowohl deutliche Qualitätsdefizite als auch Qualitätsunterschiede bei der Zuordnung von Patienten auf die verschiedenen Fachabteilungen der Krankenhäuser in Deutschland auf. Ergebnisse der in Zusammenarbeit des Rheinisch-Westfälischen Institutes für Wirtschaftsforschung (RWI) mit dem BKK Dachverband e.V. entstandenen Studie[1] besagen, dass nur gut die Hälfte der Patienten eines Krankenhauses in Deutschland in der optimalen Fachabteilung behandelt wird. Demgegenüber erfolgt die medizinische Versorgung von einem Viertel der Patienten auf einer Station, die aus medizinischer Sicht nicht nur suboptimal, sondern unvertretbar sei.

Dabei beziehen sich die Autoren aus …

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