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Lieferengpässe haben sich in den letzten Jahren zu einem großen Ärgernis in der Versorgung mit Arzneimitteln entwickelt. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) listet Mitte Januar 391 Arzneimittel, die vorübergehend nicht lieferbar sind. Diese Zahl erscheint zunächst etwas hoch: Sie enthält (auch) mehrere Arzneimittel mit unterschiedlichen Mengen und Darreichungsformen desselben Wirkstoffs.
Die meisten der gelisteten Arzneimittel werden zudem ausschließlich in Kliniken eingesetzt. Das schließt den Zusammenhang mit Rabattverträgen der Krankenkassen aus: Klinken kaufen ihre Arzneimittel selbst und zu Preisen ein, die die pharmazeutischen Unternehmer mit den Kliniken vereinbaren. Hinzu …
08.10.2024
Der Einsatz von KI im Gesundheitswesen muss geschlechtergerecht und der Gender Data Gap geschlossen werden. Diese zentrale Forderung steht im Fokus des parlamentarischen Abends der Spitzenfrauen Gesundheit mit Unterstützung der mkk und Gilead Sciences. Der Veranstaltungsort ist passend zu diesem hochaktuellen Digitalisierungsthema gewählt – das Atrium von Microsoft in Berlin.
Auf wie vielen Bildern sind Frauen abgebildet, wenn man einer KI die Fragen stellt: Zeig mir Bilder von Macht, Erfolg, Schönheit? Das Ergebnis ist ernüchternd: Bei Schönheit sind 95 % Frauenbilder, bei Macht und Erfolg jeweils 12 % und 20 …
12.08.2025
Vor wenigen Wochen hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen, die Liposuktion beim Lipödem dauerhaft ins Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu integrieren. Ein normales Bewertungsverfahren zu einer neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethode, würde man auf den ersten Blick denken. Doch unter der Oberfläche ging es um deutlich mehr.
Es ging um die Frage, ob die evidenzbasierte Medizin als Basis für leistungsrechtliche Entscheidungen in der GKV trotz ihrer langwierigen Prozessdauer noch Bestand haben soll oder ob schnellere, dafür aber individuelle politischen Entscheidungen nicht eine bessere Alternative sind.
Die Liposuktion bei Lipödem …
Gerade angesichts des kurzfristigen Corona-Krisenmanagements braucht Deutschland schnell einen überzeugenden ordnungspolitischen Kompass für den Sozialstaat. Schon vor der Krise kratzten die Sozialabgaben für Kinderlose an der 40-Prozent-Hürde. Großzügige Rentengeschenke beider Großen Koalitionen, die dauerhaft mit jährlichen Milliarden zu Buche schlagen, sind da nur ein Stichwort. Für 2019 weist das Bundesministerium für Arbeit und Soziales erstmals mehr als eine Billion Euro an Sozialausgaben aus. Und die meisten wissenschaftlichen Prognosen gehen davon aus, dass die Corona-Folgen und der Rentenbeginn der Babyboomer die Sozialabgaben von heute rund 40 auf 50 und mehr Prozent …
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