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Unser Konzept

KOMMENTAR

Ulrich Weigeldt

In Zeiten, in denen der Bedarf nach Hausärztinnen und Hausärzten immer weiter steigt, ist es ein gutes Zeichen, wenn sich Selbstverwaltung und Politik Gedanken über die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung machen und diese Maßnahmen dann auch gezielt umsetzen. Aktuelle Beispiele sind etwa die Fortgeltungsklausel für die Hausarztzentrierte Versorgung, die Landarztquote in Nordrhein-Westfalen oder auch die neue Bedarfsplanung des G-BA. Ärgerlich ist dagegen, wenn der oft ausgerufene „Hausärztemangel“ als Grund herangezogen wird, um Konzepte zu bewerben, die letztlich mehr schaden als nutzen.

Ein gutes Beispiel ist die Diskussion darüber, ob es einen Arztgehilfen, den sogenannten Physician Assistant, in der hausärztlichen Versorgung braucht. Immer wieder höre ich dabei die unterschiedlichsten Argumente, die mir verdeutlichen sollen, warum ein solcher Arztgehilfe unerlässlich für unsere Arbeit ist. Auf einige möchte ich an dieser Stelle gerne eingehen.

„Es braucht einen Physician Assistant als Unterstützung in der Hausarztpraxis.“

Es gibt sicherlich einiges, was wir Hausärzte uns wünschen – weniger Bürokratie oder mehr hausärztlichen Nachwuchs zum Beispiel. Woran es aber definitiv nicht fehlt, ist eine qualifizierte, nichtärztliche Unterstützung. Seit zehn Jahren gibt es die in der Praxis weitergebildete Versorgungsassistenz in der Hausarztpraxis. Mittlerweile übernehmen in ganz Deutschland etwa 12.000 VERAH® an sie delegierte, nichtärztliche Tätigkeiten …

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POLITISCHE ANALYSE

MDK-Reformgesetz – ein strategisches Angebot an die Länder?

Dr. Robert Paquet

Dr. Robert Paquet

Mit seinem Gesetzentwurf will Minister Spahn aus Einrichtungen der Selbstverwaltung (faktisch) nachgeordnete Behörden der (Landes-)Ministerien machen. Beim Medizinischen Dienst Bund (MD Bund) will das Bundesministerium selbst die Macht übernehmen. Neben diesem politisch-organisatorischen Umbau wird die Prüfung der Krankenhausabrechnungen neu geregelt. Dabei fallen die veränderten Bestimmungen überwiegend zu Gunsten der Krankenhäuser aus. Vor dem Hintergrund, dass die Länder stets als Paten „ihrer“ Krankenhäuser gehandelt haben, drängt sich ein Verdacht auf: Macht ihnen Spahn mit seinem MDK-Reformgesetz ein Kompensationsangebot für die organisations- und aufsichtsrechtlichen Zumutungen des „Faire-Kassenwahl-Gesetzes“?

 

Was ist und macht eigentlich der MDK?

Für die meisten Menschen ist der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) eine unbekannte Größe. Dabei ist der MDK der sozialmedizinische und pflegefachliche Beratungs- und Begutachtungsdienst für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung. Nach seinem gesetzlichen Auftrag unterstützt er die Kranken- und Pflegekassen in medizinischen und pflegerischen Fragen. So stuft der MDK die Pflegebedürftigen in Pflegegrade ein, prüft die Qualität in Pflegeheimen und bei Pflegediensten und kontrolliert die Rechnungen der Krankenhäuser. Bei genehmigungspflichtigen Leistungen (z. B. bei der Verordnung teurer Hilfsmittel oder besonderer Rehabilitationsleistungen) …

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MANAGEMENT/Wissenschaft

Rollenüberlastung als ausschlaggebender Faktor

Die Arbeitsanforderungen in der Pflege steigen. Dadurch werden körperliche und mentale Krankheiten begünstigt, die im Umkehrschluss eine Voraussetzung für Absentismus (d.h. nicht zur Arbeit gehen, weil man krank ist) und Präsentismus (d.h. zur Arbeit gehen, obwohl man krank ist) bilden. Vor allem in der Pflege lassen sich vermehrt Absentismus und Präsentismus beobachten. Sowohl die Anwesenheit als auch die Abwesenheit bei Krankheit können ein Risiko für das Personal und die Bewohner eines Pflegeheimes darstellen, wie jetzt in einer deutschen Studie veröffentlicht.

Absentismus führt zu einer höheren Arbeitsbelastung des anderen Pflegepersonals. Damit verschlechtert sich auch gleichzeitig die Versorgungsqualität in Pflegeheimen [1]. Präsentismus beeinträchtigt nicht nur die Gesundheit des Patienten negativ, sondern sorgt bedingt durch die Anwesenheit bei Krankheit für eine schlechtere Arbeitsqualität und damit auch für eine Reduzierung der Produktivität. Resultierend aus dem steigenden Pflegebedarf und den negativen Effekten von …

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MANAGEMENT/Trends

Das neue Paradigma

Dr. Simone Breitkopf

Gutes Geld für gute Leistung – das ist seit ein paar Jahren DAS Paradigma der Gesundheitspolitik. Und spätestens seit dem AMNOG (Arzneimittelmarkt- Neuordnungsgesetz) ist klar, was „gut“ ist: ein wissenschaftlich belegter Nutzen für den Patienten.

Eine Innovationsrendite gibt es dabei nur, wenn das Produkt einen wissenschaftlich belegten Zusatznutzen im Vergleich zu einer bereits im Markt befindlichen Therapie aufweist. Entschieden wird das durch den G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss), dem höchsten Gremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitssystem. Ist ein neues Produkt besser als der bisherige Therapiestandard, darf es auch mehr kosten. Das gilt nicht nur für innovative Arzneimittel, sondern auch für innovative Medizinprodukte und neue therapeutische Verfahren, die in den Leistungskatalog der GKV aufgenommen werden sollen. Um vor dem G-BA zu bestehen und für diese Produkte gutes Geld aus dem Budget der gesetzlichen Krankenversicherung zu schöpfen, braucht die Industrie neben …

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