Observer 4.0

Die Datenbank

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KOMMENTAR

Von den Beschlüssen des G-BA zum erfolgreichen Versorgungsalltag

Sebastian Baumann

Psychotherapie ist vielen ein Begriff, doch wie steht es um die Systemische Therapie? Anstatt nur auf das Individuum zu schauen, betrachtet sie die Betroffenen im Kontext ihrer verschiedenen sozialen Netzwerke, wie Familie oder auch Freunde. Das Verfahren ist mittlerweile für Erwachsene sowie für Kinder und Jugendliche zugelassen. Doch in der Versorgung richtig angekommen ist die Systemische Therapie leider noch nicht. Eine gesetzliche Flankierung ist erforderlich – warum nicht im derzeit diskutierten Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz (GVSG)? Es ist höchste Zeit.

Als neues Verfahren ist die Systemische Therapie in der Versorgung derzeit noch völlig unterrepräsentiert, resümiert auch der vdek in seiner Stellungnahme zum GVSG. Eine Anpassung der Bedarfsplanungsrichtlinie sei erforderlich. Leider konnten sich die Vertragspartner – KBV und GKV-Spitzenverband – bis jetzt auf keinen Änderungsmodus verständigen, schreibt der vdek. Der Gesetzgeber wird um Unterstützung gebeten. Der vdek-Vorschlag: Systemische Therapeuten sollten so lange bei Nachbesetzungen und gleicher Qualifikation bevorzugt ausgewählt werden, bis mindestens ein Versorgungsanteil in Höhe von 15 Prozent der regional maßgeblichen Verhältniszahl erreicht ist.

 

Systemische Therapie endlich Kassenleistung auch für Kinder und Jugendliche

Erinnern wir uns: Die Systemische Psychotherapie ist vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) seit Anfang dieses Jahres für alle Altersgruppen als Pflichtleistung der GKV …

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IN EIGENER SACHE

20 Jahre Observer Datenbank: ein Meilenstein im gesundheitspolitischen Monitoring

Im Mai 2024 feiert die Observer Datenbank ihr 20-jähriges Bestehen. Ein Anlass, der nicht nur ein bedeutendes Jubiläum markiert, sondern auch die Gelegenheit bietet, auf zwei Jahrzehnte Innovation, Wachstum und Engagement zurückzublicken.

Seit dem ersten Eintrag am 4. Mai 2004, zum damals noch existierenden großen Presseseminar der ABDA, hat sich die Observer Datenbank zu einer unverzichtbaren Ressource in der gesundheitspolitischen Landschaft entwickelt.

 

Innovativer Durchbruch in der Informationsverarbeitung

Von Beginn an hat die Observer Datenbank durch ein Alleinstellungsmerkmal aufgewartet, das bis heute unerreicht bleibt: die Überwindung technischer und redaktioneller Grenzen, um Ihnen eine aktuelle, tiefgreifende Dokumentation und Analyse gesundheitspolitischer Entwicklungen zu bieten. Dieser bahnbrechende Fortschritt in der Zusammenführung und Auswertung von Informationen hat …

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POLITISCHE ANALYSE

Die Pandemie im Spiegel des Infektionsschutzgesetzes

Dr. Robert Paquet

Angesichts der – vor allem am Gegenstand der RKI-Protokolle – neu aufgeflammten Diskussion über die „Pandemie-Aufarbeitung“ muss man in der Rückschau sorgfältig unterscheiden. Was waren die tatsächlichen Entwicklungen, was war Gesetzgebung, was war auf dieser Basis Regierungshandeln auf den verschiedenen Ebenen Bund, Länder und Kommunen? Wenn es nicht in erster Linie um politische Schuldzuweisungen und Rechthaberei geht, müsste sich die Aufarbeitung auf die Gesetzgebung und das Regierungshandeln konzentrieren.[1] Ob dabei eine Enquête-Kommission oder ein Bürgerrat zielführend wären, soll zunächst noch offen bleiben. Dabei ist einzuräumen, dass es für die Regierung – vor allem in der Anfangszeit – schwierig war, bei den Maßnahmen das richtige Augenmaß zu finden. 

Für die Zukunft kommt es jedenfalls darauf an, die gesetzlichen Grundlagen für künftige (und wahrscheinliche) Pandemie-Gefährdungen fit zu machen. (Nachdem man in Deutschland immerhin rund zwei Jahrzehnte lang die globale Gefahrenzunahme schlichtweg ignoriert hat.) Daher ist es sinnvoll, beim Infektionsschutzgesetz (IfSG) anzusetzen und sich klarzumachen, wie gesetzgeberisch mit den zentralen Problemen des Pandemiemanagements umgegangen wurde. Das wird zum Teil auch von Politikern der Regierungsfraktionen gefordert.[2]

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MANAGEMENT/Wissenschaft

Wie könnten die Lauterbach-Vorschläge wirken?

Anfang Januar 2024 nach dem Krisengipfel zur ambulanten vertragsärztlichen Versorgung hat das Bundesministerium für Gesundheit ein Maßnahmenpaket zur Stärkung der ambulanten ärztlichen Versorgung vorgelegt [1]. Im Fokus steht die Reform der hausärztlichen Honorierung. Doch welche Effekte lassen sich mit den Vorschlägen zur Veränderung der Honorierung erwarten?

Um Antworten auf diese Frage zu finden, setzt sich dieser Wissenschaftsbeitrag mit ausgewählten Honorierungsmodellen auseinander und bezieht deren Anreizwirkungen auf die aktuellen hausärztlichen Reformvorschläge. Als Fundament für die Diskussion dient eine neu erschienene Studie von Brosig-Koch et al. [2]. Die Studie [2] liefert wichtige Ergebnisse bzgl. der Frage, ob eine anreizbasierte Entlohnung Hausärzte zu einer besseren Gesundheitsversorgung motiviert.

Die verfügbaren Honorierungsmodelle für Hausärzte liefern ein vielfältiges Portfolio an Möglichkeiten und Anreizwirkungen. Grundlegende Modelle mit deren in der Wissenschaft, Wirtschaft und Politik diskutierten Effekten für das Versorgungsgeschehen werden für eine spätere Einordung …

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MANAGEMENT/Trends

Die langfristige Beitragsentwicklung der PKV

Dr. Martin Albrecht

Der Wissensstand über die Beitragsentwicklung in der privaten Krankenversicherung (PKV) ist lückenhaft. Wiederkehrende Meldungen über „Beitragsexplosionen“ in der PKV beruhen meist auf Momentaufnahmen oder Einzelfallbetrachtungen. Abgesehen davon werden lediglich hochaggregierte Durchschnittswerte berichtet.

Um die Beitragsentwicklung in der PKV beurteilen zu können, sind aber Erkenntnisse sowohl über langfristige Verläufe notwendig, als auch differenziertere Aussagen über die Variabilität der Beitragsentwicklung unter den Versicherten und deren Ursachen.

Die Debeka, der größte private Krankenversicherer in Deutschland (Marktanteil rund 29 %), hat das IGES Institut bereits mehrfach umfassende Analysen auf Basis ihrer Daten durchführen lassen. Dabei ging es jeweils um die langfristige Beitragsentwicklung über 20 Jahre aus Versichertenperspektive. Aktuell liegen die Ergebnisse für ca. 860.000 Versicherte vor, die im Zeitraum 2003 bis 2023 durchgehend versichert waren, darunter knapp 104.000 Arbeitnehmer und Selbständige.[1]

 

Beitragsentwicklung über 20 Jahre

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autor_Anja Hajduk
Anja Hajduk
autor_Dr. Bernadette Klapper
Dr. Bernadette Klapper
autor_Prof. Dr. Klaus Jacobs
Prof. Dr. Klaus Jacobs
autor_Alexander Krauß
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autor_Dr. Norbert Gerbsch
Dr. Norbert Gerbsch
autor_Dirk Engelmann
Dirk Engelmann
autor_Dr. Sabine Richard
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autor_Dr. Katja Nielsen
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autor_Dr. Martin Danner
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Dr. Jens Baas
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