briefIcon

Unser Konzept

KOMMENTAR

Susanne Hertzer

Ein Gesundheitsmanagement für mehr als 1.000 Firmen und rund 20.000 Mitarbeiter: Das bietet das Gesundheitsnetzwerk Adlershof am Hochtechnologiestandort im Berliner Südosten. Ein Betriebliches Gesundheitsmanagement dieser Dimension eröffnet neben Herausforderungen auch ganz besondere Chancen.

Vor zwei Jahren starteten die Techniker Krankenkasse und die WISTA Management GmbH, der landeseigene Standortentwickler, Dienstleister und Wirtschaftsförderer für Adlershof, das Gesundheitsnetzwerk. Es ist ein in dieser Form bundesweit einzigartiges Projekt des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Das Netzwerk ist unternehmensübergreifend, es steht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Führungskräften aus mehr als 1.000 Firmen offen.

Das BGM sticht aus dem Bereich Prävention aus zwei Gründen heraus. Erstens begibt es sich in das Setting, das den längsten Lebensabschnitt umfasst: die Berufswelt. Zweitens bietet sich dort die Chance, auch Menschen zu erreichen, die sich kaum Gedanken über eine gesunde Lebensweise machen und denen die Hemmschwelle zu hoch ist, sich selbst für einen Gesundheitskurs anzumelden.

 

Zusammenspiel von kleinen und mittleren Unternehmen

Das Gesundheitsnetzwerk Adlershof wiederum sticht aus den BGM-Projekten heraus. Hier kommen kleine, mittlere und große Unternehmen zusammen. Die kleinen Betriebe mit nur wenigen Angestellten profitieren auf besondere Weise. Sie würden sich in der Regel kein eigenes BGM aufbauen und können nun die Vielfalt des …

Mehr lesen
Alle Kommentare ansehen

POLITISCHE ANALYSE

Zuspitzung der Argumente

Dr. Robert Paquet

Dr. Robert Paquet

Außer einer Zuspitzung der Argumente hat die Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestages am 25. September zu den beiden Gesetzentwürfen keine Neuigkeiten gebracht: Die Kontroverse „Verpflichtung auf das Allgemeinwohl (mit kollektiver Solidarität) versus Selbstbestimmungsrecht auch über den Tod hinaus“ verschärft sich nicht nur im Ton. Dabei wird auch durch Medienartikel die Aufmerksamkeit zunehmend auf die Prozesse im Vorfeld der „Hirntod“-Feststellung gelenkt: Die Einleitung organprotektiver Maßnahmen determiniert den Prozess des Sterbens auch bei Hirn-Schwerstverletzten. Diese Weichenstellung wirft Fragen auf für die Gestaltung der Patientenverfügung, die Aufklärung der Betroffenen, die Rolle der Angehörigen und die Aufgabe der Transplantationsbeauftragten.

 

Debatten haben oft die gleichen Phasen

Der erste Aufschlag mit moralischer Schäumung, das (hektische) Sammeln von Argumenten, dann die Rückbesinnung auf relevante Tatsachen und Rahmenbedingungen und schließlich die Gewichtung der Punkte bis zur Entscheidung. Diesem Verlauf entspricht eine Erregungskurve, die in den letzten Phasen die Schwelle zur medialen Wahrnehmung oft nicht mehr durchbricht. Auch die Diskussion über die Organspende ist seit der Sommerpause hinter dem einmal erreichten Niveau öffentlicher Aufmerksamkeit weit zurückgeblieben. Und das, obwohl der Deutsche Bundestag noch …

Mehr lesen

MANAGEMENT/Wissenschaft

Ein Besuch in der Notfallaufnahme – Ja oder Nein?

Die hohe Auslastung in den deutschen Notfallaufnahmen ist nicht nur in Deutschland, sondern auch international ein großes Problem. Der immer mehr zunehmende Patientenzulauf verlangt nach Lösungen für die Entwicklung einer effizienteren Notfallversorgung – in Deutschland wird derzeit dazu gerade der Arbeitsentwurf einer Reform der Notfallversorgung zwischen Bund und Ländern diskutiert. Die Vorankündigung von Wartezeiten ist ein Weg, um Kunden eine erste Einschätzung zur Auslastung des entsprechenden Service-Systems (z.B. Call-Centern) zu geben. Wartezeitinformationen haben nun auch im Gesundheitswesen Einzug gehalten. Vor allem in den USA veröffentlichen Krankenhäuser die zu erwartenden Wartezeiten in den Notfallaufnahmen (z.B. auf der Krankenhauswebsite), um Patienten schneller behandeln zu können. Bislang ist jedoch unklar, inwieweit Wartezeitinformationen tatsächlich die Notfallaufnahmen-Auswahl eines Patienten beeinflussen. Eine Studie [1] aus den USA untersucht jetzt erstmalig, welchen Effekt angekündigte Wartezeitinformationen auf die Auslastung der Notfallaufnahmen haben und wie Krankenhausnetzwerke von dieser Form …

Mehr lesen
Alle Managementbeiträge ansehen

MANAGEMENT/Trends

Pharma ohne Reform: War´s das?

Sebastian Hofmann

Betrachtet man die Gesundheitspolitik dieser Bundesregierung, wirkt der Arzneimittelbereich ungewohnt entspannt. Die lustigen Talkshows mit Karl Lauterbach als „Oppositionsführer“ sind lange vorbei, berufsmäßige Pharmakritiker werden in den Medien eher am Rande zitiert, und selbst die Krankenkassen haben es mit guten Daten schwer, öffentliches Gehör zu finden. Auch der ansonsten so fleißige Gesundheitsminister scheint sich für die Erstattung von Arzneimitteln im Moment nicht zu interessieren. Sein einziges Pharmagesetz (GSAV) konzentrierte sich auf regulatorische Maßnahmen, und die Erhöhung der Sicherheit wurde – wie immer – von allen Seiten begrüßt. Nur einige wenige Änderungen haben indirekte Bedeutung für die Erstattung durch die Krankenkassen, wie z.B. der neue Vertriebsweg für Hämophilie-Produkte oder der Austausch von Biosimilars in der Apotheke.

Für pharmazeutische Unternehmen (nennen wir sie hier: PU) und Krankenkassen stellt sich nun die Frage: War´s das an Reformen? Sind die weitgehend eingespielten Regelungen …

Mehr lesen
Alle Managementbeiträge ansehen
autor_Raphael Taufer
Raphael Taufer
autor_Dr. Christopher Hermann
Dr. Christopher Hermann
autor_Dr. Matthias Gruhl
Dr. Matthias Gruhl
autor_Ulrike Elsner
Ulrike Elsner
autor_Heidi Irschik-Hadjieff
Heidi Irschik-Hadjieff
autor_Thomas Bublitz
Thomas Bublitz
autor_Martin Litsch
Martin Litsch
autor_Lars Grein
Lars Grein
autor_Iris Plöger
Iris Plöger
autor_Univ.-Prof. Dr. Jürgen Wasem
Univ.-Prof. Dr. Jürgen Wasem
autor_Dr. Bernhard Gibis
Dr. Bernhard Gibis
autor_Andreas Storm
Andreas Storm