Der bemerkenswerteste Begriff beim Frühlingsfest des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) war offenbar eine neue Wortschöpfung von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken: der „Kostenkuchen“. Sachlich verteidigte sie das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Jeder Bereich müsse entsprechend seines Anteils an den Kosten beitragen, sagte Warken nüchtern – eine Tonlage, die man inzwischen aus vielen ihrer Reden kennt.
Beim KZBV-Frühjahrsfest merkt man jedes Jahr aufs Neue: Spargel ist die eigentliche Konstante im Gesundheitswesen. Während sich Reformpläne und Gesetzesvorhaben gefühlt im Wochentakt ändern, bleibt eines verlässlich: Irgendwo zwischen Weißwein und Hollandaise wird sehr grundsätzlich über die Zukunft der Versorgung gesprochen.
Eigentlich hätte es ein unbeschwerter Abend werden können. Schon vor dem Frühlingsfest war klar: Die Generischen sind jetzt die Könige. Nina Warkens Sparhammer trifft so ziemlich alle – bis auf die Hersteller von patentfreien Arzneimitteln.
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Wie sollte man das deutsche Gesundheitswesen stark, effizient und zukunftssicher gestalten? Wenn man sich etwas wünschen dürfte, käme eines dabei nicht heraus: das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Warum? Weil es das deutsche Gesundheitswesen weder stark noch effizient noch zukunftssicher machen wird.
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Der neue „Kassenschlager“ in der gesundheitspolitischen Debatte ist das Konzept der einnahmenorientierten Ausgabenpolitik. „Wir können schlicht nicht mehr Geld ausgeben, als wir einnehmen" lautet die eingängige Begründung von Gesundheitsministerin Nina Warken, warum dieses Konzept die Basis des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes ist. Aber ist eine einnahmenorientierte Ausgabenpolitik tatsächlich so selbstverständlich, dass sie keiner tieferen Begründung bedarf?
Wer glaubt, mit dem Live-Gang des Forschungsdatenzentrums (FDZ) Gesundheit gibt es nunmehr für jeden einen einfachen und explorativ nutzbaren Zugang zu pseudonymisierten Abrechnungsdaten der gesetzlichen Krankenversicherung, der irrt.
In Deutschland werden jährlich mindestens 54.000 Menschen nach einem außerklinischen Herzstillstand (Out‑of‑Hospital Cardiac Arrest) durch den Rettungsdienst reanimiert [1]. Entscheidend für die Überlebenschancen ist der möglichst frühzeitige Beginn der Reanimationsmaßnahmen.