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Unser Konzept

KOMMENTAR

PD Dr. Michael A. Weber

Seit Februar 2020 geben die Mitarbeiter der Krankenhäuser ihr Bestes, um die Patienten auch in Zeiten von Corona optimal zu versorgen. Die derzeitige Situation im ärztlichen Bereich sowie Pflege war ein wichtiges Thema des diesjährigen 43. Deutschen Krankenhaustages Mitte November gewesen. Es ging auch um die Zukunft. Der generelle Trend zur Skandalisierung kleinerer und mittlerer Krankenhäuser – völlig unabhängig von der tatsächlich erbrachten Qualität der Leistung – muss ein Ende haben. Wir brauchen Reformen und dafür einen fairen notwendigen Dialog.

Erstmals fand der diesjährige Krankenhaustag Corona bedingt virtuell als Livestream statt. Mehr als 3.500 Teilnehmer haben die Auftaktveranstaltung mitverfolgt.

 

Pandemie-Regelungen für Krankenhäuser zu kompliziert

Viele Klinikmanager und Beschäftigte sehen mit großer Sorge, wie sich die Betten täglich mehr füllen mit Covid-Patienten: 3.500 Intensivbetten sind zum Zeitpunkt des Krankenhaustages belegt gewesen. 15.000 Covid-Patienten sind auf den Allgemeinstationen behandelt worden. Der zweite Rettungsschirm für die Krankenhäuser mit seinem schwierigen Zustandekommen hat denn auch bei der Rede von Dr. Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), im Fokus gestanden. Zielgenauer würden die Mittel jetzt eingesetzt. Die Regelungen sind aber auch aus Sicht des Verbands der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) zu kompliziert und nicht umfassend genug …

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POLITISCHE ANALYSE

Think Tanks und die Diskurshoheit in der Gesundheitspolitik

Dr. Andreas Meusch

Dr. Andreas Meusch

Stellt Euch vor, es gibt Revolution und keiner kriegt‘s mit. Keine Barrikaden, keine Toten und keine Plakate mit Forderungen nach dem Sturz des bestehenden Systems – und trotzdem eine revolutionäre Veränderung der bestehenden Verhältnisse. Kann es so etwas geben? Klar! Das war zumindest die These eines Professors aus Milwaukee, der eine solch stille Revolution 1977 beschrieb. Ronald Ingelhart heißt der Professor, und seine Thesen veröffentlichte er in dem Buch „The Silent Revolution: Changing Values and Political Styles among Western Publics“. Seine These, dass in westlichen Gesellschaften ein Wertewandel stattfindet, hat inzwischen zwar wegen seiner Eindimensionalität an Glanz eingebüßt, aber die Überzeugung, dass sich politische Werte und Stile leise verändern und die Koordinaten von Gesellschaft und politischen Entscheidungsträgern nachhaltig verschieben, ist inzwischen Allgemeingut. Kein Stammtisch würde der Aussage widersprechen, dass Debatten zur Nachhaltigkeit und zu Gendergerechtigkeit vor 50 Jahren so nicht möglich waren. Wertewandel eben.

Und jetzt, nicht einmal ein halbes Jahrhundert später, kommt ein deutscher Professor daher und behauptet, so etwas gebe es auch im deutschen Gesundheitswesen. Das heißt bei ihm zwar nicht „silent revolution“. Wenn Professor David …

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MANAGEMENT/Wissenschaft

Patientensicherheit und Pflegequalität – Was sagen die Pflegekräfte?

Mit dem Bestreben der Bundesregierung, das Personal in der Alten- und Krankenpflege zu stärken, gewinnt auch die Zielsetzung nach mehr Patientensicherheit und Pflegequalität weiter an Bedeutung. Pflegepersonaluntergrenzen in der stationären Versorgung und ein neues Qualitätsprüfungssystem für die vollstationäre Altenpflege wurden auf den Weg gebracht. Diese Maßnahmen sind nur eine Auswahl von zahlreichen Interventionen zu den Pflegeberufen aus der 19. Legislaturperiode [siehe Maßnahmenanalyse zur 19. Legislaturperiode]. Grundsätzlich bleibt jedoch die Frage, welche Faktoren aus der Sicht von Pflegekräften die Patientensicherheit und Pflegequalität beeinflussen. Eine Studie [1] aus den USA analysiert, welche Faktoren für Pflegekräfte entscheidend sind, wenn es um die Bewertung von Patientensicherheit und Pflegequalität geht. Die Ergebnisse können dazu beitragen, bestehende Interventionen in der Praxis auszuarbeiten und zu erweitern.

Pflegekräfte sind entscheidend für die Funktionsfähigkeit der Gesundheitsversorgung. Sie sind fortlaufend an …

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MANAGEMENT/Trends

Der digitale Gesundheitsmarkt: Empirie als bittere Pille?

Dr. Alexander Schachinger

Der Durchbruch ist geschafft. Der digitale Gesundheitsmarkt erreicht eine kritische Masse an Nutzern von Digital-Health-Anwendungen. Haben Gesetzgeber und Selbstverwaltung also alles richtig gemacht? Der Blick auf die aktuelle Marktsituation und ihre Nachfrage- und Angebotsseite zeigt sowohl Hürden wie auch mögliche Lösungen auf. Die Analyse ist eine empirische Basis – eine noch viel zu selten genutzte Ressource für Entscheidungen.

In der digitalen Gesellschaft ist die App vom Arzt à la Jens Spahn eine gute Idee. Dabei ist es müßig, über die vielen verlorenen Jahre auf dem Weg zur elektronischen Patientenakte (ePA) zu klagen. Ein internationaler Vergleich kann motivieren: In Dänemark ist das ePA-Pendant „sundhed“ schon länger aktiv. Derzeit nutzen von den 5, 8 Mio. Dänen circa 0, 25 Mio. täglich ihre Online-Akte. Hochgerechnet auf die deutsche Bevölkerung ergibt sich daraus ein Potenzial von rund 3, 5 Mio. Deutschen – …

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