Unser Konzept

Observer 4.0

MIS - Management Information System Gesundheitspolitik

Die Datenbank

observer_datenbank_kasten.jpg

Termine, Berichterstattung, Dokumentation - aktuell und systematisch

ZUGANGKONTAKT

X

KOMMENTAR

Bisher noch inoffizielle Änderungsanträge aus dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) zielen auf die Methodenbewertung für Innovationen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) soll schneller werden. Aber bitte nur beim Einführen neuer Leistungen. Die Forderung nach aussagekräftigen wissenschaftlichen Daten ist dabei eher hinderlich. Deshalb soll künftig das BMG die fachlichen Kriterien für die Nutzenbewertung in einer Verordnung festlegen oder neue Leistungen gleich selbst einführen können. Ganz evidenzbasiert natürlich, solange das Ergebnis stimmt. Was ist nur aus dem Hoffnungsträger evidenzbasierte Medizin (EbM) geworden? Ein Rückblick.

Aufbruch – Große Hoffnungen wurden an die evidenzbasierte Medizin (EbM) Mitte der 90er Jahre geknüpft: Innovationen vor Aufnahme in den Leistungskatalog strukturiert prüfen, nicht nur Expertenaussagen, sondern aussagekräftige Studiendaten für die Innovationsbewertung heranziehen – das waren die Ziele. Und damit nicht genug: Auch der historisch gewachsenen Leistungskatalog insgesamt sollte kritisch durchforstet werden. Die Rahmenbedingungen hierfür waren günstig. Damals wurde Wirtschaftlichkeit in der GKV von der Politik noch als ernsthaftes Anliegen adressiert. Die Budgetierung der Vergütung im vertragsärztlichen Bereich schaffte für die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) auch ökonomisch einen Anreiz, neue Leistungen kritisch zu hinterfragen, denn sie wurden nicht extrabudgetär vergütet. Das sichtbarste Zeichen für diese Entwicklung war in den …

Mehr lesen
Alle Kommentare ansehen

POLITISCHE ANALYSE

Omnibus TSVG – wer sitzt drin und wohin geht die Reise?

Dr. Robert Paquet

Dipl.-Pol. Robin Rüsenberg

Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) geht in die heiße Phase: Am 13. Februar 2019 führt der Gesundheitsausschuss des Bundestags die bereits zweite öffentliche Anhörung durch. Die Aufregung in der (Fach-) Öffentlichkeit – etwa um Mindestsprechstunden – sollte dabei nicht den Blick verstellen, dass das Gesetzeswerk eben nicht „nur“ Fragen des „Terminservice“ anpackt, sondern auch etliche weitere versorgungsrelevante Aspekte – und …

Mehr lesen
Alle politischen Analysen ansehen

MANAGEMENT/Wissenschaft

Zunehmende IT-Nutzung beeinflusst Personalbesetzungsentscheidungen

Die Digitalisierung birgt, richtig eingesetzt, ein erhebliches Potenzial zur Entlastung der Pflegekräfte in der Altenpflege. So hat es auch die Bundesregierung erkannt. Mit dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz können sich ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen einmalig die Anschaffung von entsprechender digitaler oder technischer Ausrüstung mit bis zu 12.000 Euro finanzieren lassen. Bis zu 30.000 Euro stehen pro Einrichtung zur Verfügung. Welche Konsequenzen Digitalisierung für den Pflegepersonalbestand und die Pflegequalität hat, ist jetzt in einer Studie aus den USA untersucht worden.  

Pflegekräfte verbringen täglich ca. 15 % bis 25 % der Arbeitszeit mit Verwaltungsaufgaben [1]. Damit der Hauptanteil der Arbeitszeit von Pflegekräften aktiv am Patientenbett ankommt, greifen viele Gesundheitsdienstleister auf Informationstechniken (IT) zurück, um die Verwaltungs- und Übermittlungstätigkeiten durch Automatisierungsprozesse effizienter zu gestalten. …

Mehr lesen

MANAGEMENT/Trends

Digitale Zeiten – skalierte Umsätze?

Sebastian Hofmann

Sind die märchenhaften Erfolge von Amazon, Google & Co auch im Gesundheitswesen möglich? Anders formuliert: Lassen sich Umsätze im Gesundheitswesen durch digitale Technik skalieren? Bei dieser Frage treffen gleich zwei reichlich unbestimmte Begriffe aufeinander. Zu „Skalierung“ finden sich verschiedene betriebswirtschaftliche Bedeutungen: Von „Wachstum“ über „starkes Wachstum“ bis hin zu „Wachstum, das nahezu ohne eine Erhöhung der Fixkosten möglich ist“.

Letzteres ist technisch durchaus denkbar: Während ein Arzt max. 24 Stunden am Tag erklären kann, lässt sich ein digitaler Erklärfilm zahlenmäßig unbegrenzt verwenden; gibt es Menschen, die bereit sind, dafür zu bezahlen, ist das Geschäftsmodell Erklärfilm (im Gegensatz zur Sprechstunde) sehr gut skalierbar. Von „Skalieren“ kann also gesprochen werden, wenn ein Unternehmen mit erfolgreichem Geschäftsmodell ohne großen Aufwand stark …

Mehr lesen
Alle Managementbeiträge ansehen