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KOMMENTAR

Dr. Elmar Kroth

Am 15. Januar 2019 hat das britische Unterhaus das von Premierministerin Theresa May mit der Europäischen Union (EU) ausgehandelte Abkommen zum Austritt Großbritanniens aus der EU abgelehnt. Damit wird immer wahrscheinlicher, dass Großbritannien in der Nacht vom 29. auf den 30. März 2019 ohne einen Vertrag und damit ungeregelt aus der EU austritt und gegenüber der EU zum Drittstaat wird. Die künftigen Handelsbeziehungen zwischen der EU und Großbritannien orientieren sich dann an den Bestimmungen der Welthandelsorganisation (WTO). Ohne ein Austrittsabkommen wird es auch keine geregelte Übergangsphase geben. Die verbleibenden 27 EU-Mitgliedsstaaten und auch Großbritannien müssen sich spätestens jetzt auf den „harten“ Brexit vorbereiten. Ziel muss es sein, die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung sowohl in der EU als auch in Großbritannien zu gewährleisten.

Von einem harten Brexit sind insbesondere die folgenden Bereiche betroffen:

 

Firmensitz

Unternehmen, die ihre Zulassungen in der Europäischen Union (EU 27) halten und weiter nutzen wollen, müssen einen Firmensitz in der EU vorweisen. Den Ankündigungen der britischen Zulassungsbehörde zufolge brauchen Inhaber von britischen Zulassungen bis spätestens Ende 2020 eine Niederlassung in Großbritannien. Damit müssen pharmazeutische Unternehmen, die auf beiden Märkten präsent sein möchten, Doppelstrukturen vorhalten, d.h. sowohl eine Niederlassung in der EU …

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POLITISCHE ANALYSE

Die GRÜNEN vergleichen GKV und PKV

Dr. Robert Paquet

‚Auch die besten PKV-Tarife können der GKV das Wasser nicht reichen.‘ Das war als frohe Botschaft für den Jahreswechsel gedacht. In einer Studie wurden PKV und GKV nach über 100 „Mindestkriterien“ verglichen, die formal dem GKV-Leistungskatalog nachgebildet wurden. Dabei wird nicht nur suggeriert, alle diese Kriterien seien lebensnotwendig, sondern von der Soziotherapie bis hin zur stationären Versorgung gehen alle Leistungsbereiche …

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MANAGEMENT/Wissenschaft

Burnout in der Pflege kann verhindert werden

Erschöpft, ausgebrannt, gestresst: eine Gefahr, die Pflegekräfte selbst zum Pflegefall werden lässt. Die Problematik des generell herrschenden Personalmangels verschärft sich mit der Zunahme des Arbeitsausfalls durch Erkrankungen wie Burnout. Somit erweist es sich nicht nur als schwierig, Nachwuchs zu gewinnen und Stellen zu besetzen, sondern auch angestellte Pflegekräfte zu behalten. Doch wie kann verhindert werden, dass es zu Erkrankungen wie beispielsweise Burnout kommt? Welche Faktoren im Arbeitsumfeld von Pflegekräften fördern die Entwicklung von Burnout? Und welche Gefahren ergeben sich dadurch? Eine kanadische Studie[1] liefert Erkenntnisse, die zur Beantwortung dieser Fragen beitragen.

Mittels einer zweifachen Befragung von mehr als 400 Pflegekräften konnten Faktoren identifiziert werden, die zu Burnout bei Berufseinsteigern führen können. Insbesondere die Kompetenzen der Führungskraft …

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MANAGEMENT/Trends

Digitale Zeiten – skalierte Umsätze?

Sebastian Hofmann

Sind die märchenhaften Erfolge von Amazon, Google & Co auch im Gesundheitswesen möglich? Anders formuliert: Lassen sich Umsätze im Gesundheitswesen durch digitale Technik skalieren? Bei dieser Frage treffen gleich zwei reichlich unbestimmte Begriffe aufeinander. Zu „Skalierung“ finden sich verschiedene betriebswirtschaftliche Bedeutungen: Von „Wachstum“ über „starkes Wachstum“ bis hin zu „Wachstum, das nahezu ohne eine Erhöhung der Fixkosten möglich ist“.

Letzteres ist technisch durchaus denkbar: Während ein Arzt max. 24 Stunden am Tag erklären kann, lässt sich ein digitaler Erklärfilm zahlenmäßig unbegrenzt verwenden; gibt es Menschen, die bereit sind, dafür zu bezahlen, ist das Geschäftsmodell Erklärfilm (im Gegensatz zur Sprechstunde) sehr gut skalierbar. Von „Skalieren“ kann also gesprochen werden, wenn ein Unternehmen mit erfolgreichem Geschäftsmodell ohne großen Aufwand stark …

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