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Unser Konzept

KOMMENTAR

Anja Karliczek MdB

Der erste in der Europäischen Union zugelassene Impfstoff ist in Deutschland entwickelt worden – in sensationeller Geschwindigkeit. Er gibt uns die Hoffnung auf ein Ende der Pandemie. Ein solcher medizinischer Fortschritt erfordert einen langen Atem. Er erfordert exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Weitblick, Mut und Kreativität zu neuen Herangehensweisen an altbekannte Probleme. Und nicht zuletzt erfordert er die finanziellen Mittel für den langen Weg von der Theorie über Versuch und Irrtum im Labor bis hin zur wissenschaftlichen Lösung und schließlich zum Medikament, zur Therapie. Dieser Weg ist meistens holprig und hat viele Biegungen und Wendungen. Nicht selten konzentrieren sich Forschende bei ihrer Arbeit auf eine Krankheit, um am Ende einen Durchbruch bei einer ganz anderen Krankheit zu erwirken. Genauso war es auch bei BioNTech. Viele Jahre hatte das Mainzer Team an einer Krebsimmuntherapie geforscht und dazu eine biologische Plattformtechnologie entwickelt. Genau diese Technologie konnte jetzt für den Impfstoff gegen Covid-19 genutzt werden.

 

Grundlagenforschung auf dem Weg zu neuen medizinischen Wirkstoffen

Das Bundesforschungsministerium hat BioNTech schon in seiner Gründungsphase unterstützt. Genau wie andere vielversprechende Unternehmen und Projekte. Aufgrund unserer dauerhaften und vorausschauenden Förderung hat auch die Coronavirus-Forschung in Deutschland im vergangenen Jahr nicht bei „Null“ …

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POLITISCHE ANALYSE

Ausgangslage: im „Government“-Modus

Dr. Robert Paquet

Dipl.-Pol. Robin Rüsenberg

Dr. Robert Paquet

Dipl.-Pol. Robin Rüsenberg

Die 19. Legislaturperiode ist auf der Zielgeraden. Sie wäre gesundheitspolitisch auch ohne SARS-CoV-2-Pandemie ereignisreich und dynamisch gewesen. Mit der Corona-Krise wurde dann eine zweite Phase eingeläutet, die – gesundheitspolitisch betrachtet – ein grandioser Stresstest ist, der immer noch andauert. Auch das Zusammenspiel der Akteure war und ist betroffen. Grund genug, einen Rückblick auf die ordnungspolitischen Weichenstellungen zu werfen und die Ausgangslage für Gesundheitspolitik im Wahljahr 2021 zu skizzieren: Welche Rahmenbedingungen und welche Optionen stellen sich im Politikfeld Gesundheit ab 2021 ff.? 

 

Rückblick: Gesundheitspolitik im Ausnahmezustand

Das Politikfeld Gesundheit fristet kein Nischendasein in der 19. Legislaturperiode. Der „GroKo“-Koalitionsvertrag von 2018 ließ allerdings nicht erwarten, welche Fülle an politischen Initiativen aus dem BMG nach der Bestellung von Jens Spahn zum Minister im März 2018 folgte. Der Minister präsentierte sich als tatkräftig – die mediale Aufmerksamkeit war entsprechend (jüngstes Beispiel von vielen: Arnold et al. 2021). Nicht übersehen werden darf, dass Jens Spahn insgesamt den langfristigen Trends der Gesundheitspolitik folgte. Auch wurde der Koalitionsvertrag recht weitgehend abgearbeitet. Die Strukturprobleme des Versorgungssystems sollten durch eine forcierte …

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MANAGEMENT/Wissenschaft

Patientensicherheit und Pflegequalität – Was sagen die Pflegekräfte?

Mit dem Bestreben der Bundesregierung, das Personal in der Alten- und Krankenpflege zu stärken, gewinnt auch die Zielsetzung nach mehr Patientensicherheit und Pflegequalität weiter an Bedeutung. Pflegepersonaluntergrenzen in der stationären Versorgung und ein neues Qualitätsprüfungssystem für die vollstationäre Altenpflege wurden auf den Weg gebracht. Diese Maßnahmen sind nur eine Auswahl von zahlreichen Interventionen zu den Pflegeberufen aus der 19. Legislaturperiode [siehe Maßnahmenanalyse zur 19. Legislaturperiode]. Grundsätzlich bleibt jedoch die Frage, welche Faktoren aus der Sicht von Pflegekräften die Patientensicherheit und Pflegequalität beeinflussen. Eine Studie [1] aus den USA analysiert, welche Faktoren für Pflegekräfte entscheidend sind, wenn es um die Bewertung von Patientensicherheit und Pflegequalität geht. Die Ergebnisse können dazu beitragen, bestehende Interventionen in der Praxis auszuarbeiten und zu erweitern.

Pflegekräfte sind entscheidend für die Funktionsfähigkeit der Gesundheitsversorgung. Sie sind fortlaufend an …

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MANAGEMENT/Trends

Ökosystem Gesundheit 2.€

Dr. Michael Sander

„Wer zahlt bestimmt.“ In der ersten Runde der Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft hat in dieser Legislaturperiode sehr wirkungsvoll die Politik bestimmt, wo und wie es lang geht – und dafür auch gezahlt. Diese (Anschub-)Finanzierung muss in den nächsten Runden in eine Eigendynamik münden. Welche Treiber kommen dafür in Frage? Entwickelt sich aktuell ein Szenario in der Digitalisierung für das Ökosystem Gesundheit, das gar nicht so vorteilhaft ausfallen könnte? Es ist im Wahljahr genau die richtige Zeit, Fragen zu stellen und mögliche Antworten zu skizzieren, damit wir Richtung und Finanzierung der Digitalisierung selbst (mit-)bestimmen. Sonst laufen wir Gefahr, von der Macht des technologisch und kapitalmäßig Faktischen bestimmt zu werden.

 

Ausgangslage: Ist das Glas der Digitalisierung halb voll oder halb leer?

Am Ende der 19. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages darf man sich die Frage stellen, ob mit …

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autor_Dr. Martin Weiser
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autor_Prof. Dr. Ludwig Kuntz
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