MSD hub berlin – opening

MSD hub – Berliner Dependance mit offenen Türen
Kommunikation in lockerer Atmosphäre: Thomas Ballast (TK), Susanne Fiedler (MSD Deutschland)
Die Gesprächsrunde: Susanne Fiedler (MSD Deutschland), Carolin Zeller (Quadriga Hochschule), Edda Müller (Transparency International Deutschland), Gabriele Katzmarek MdB (SPD-Fraktion) (v. l. n. r. )
Aufmerksame Zuhörer
„Hausherr“ von MSD hub berlin Clemens Kuhne
Delia Strunz (Johnson & Johnson)
Netzwerken und Reden
Applaus für eine gelungene Eröffnung


Wenn ein forschendes Pharmaunternehmen, dazu noch ein großes, wie MSD, sein hub eröffnet, dann schauen die Gäste gern vorbei. Am 17. April wurde zur Eröffnung des MSD hub Berlin am Alexanderufer in Berlin-Mitte geladen – nur wenige Gehminuten entfernt vom Machtzentrum der Hauptstadt; Kanzleramt, Ministerien, Parlament. Hub steht für den Logistikbegriff „Hauptumschlagbasis“, erläuterte Dr. Susanne Fiedler, Hauptgeschäftsführerin MSD Deutschland. Und hub würde nach ihrer Aussage das Anliegen von MSD sehr gut umschreiben: gezielt und auf Augenhöhe mit der Politik und den Meinungsmachern, also der fünften Gewalt, zu kommunizieren. Fiedler sieht ihr Unternehmen damit als Plattform für den Dialog zur „Interessenvertretung in Zeiten des Vertrauensverlustes“. Ein großer Anspruch, deshalb ist wohl die Berliner Dependance kein herkömmliches Büro, sondern eine Kombination mit barrierefreier Lounge, erklärte der Leiter des MSD hub Berlin, Dr. Clemens Kuhne.

Doch wie streitet und diskutiert man nun mit den Akteuren von Politik und Medien? Prof. Dr. Edda Müller, Vorsitzende Transparency International Deutschland, verlangte vor allem Offenheit. Viele Verbände schicken Einzelakteure in die Parlamente als Lobbyisten. Dabei müsse erkennbar sein, woher sie kommen. Müller plädiert für den „legislativen Fußabdruck“, Teil eines „Eckpunktepapiers für Transparenten Lobbyismus“, für ein „Interessenvertretungsgesetz“, das Transparency International Deutschland und der Verband der Chemischen Industrie in dieser Woche vorgestellt haben. Mit dem „legislativen Fußabdruck“ könne nachvollzogen werden, wer beispielsweise bei der Entstehung von Gesetzen beteiligt war. Müller gehe es nicht ums Aushorchen, wer sich mit wem zum Kaffee trifft. Vielmehr sollte eine Dokumentation der Interessenabwägung erkennbar sein.

Gabriele Katzmarek, MdB und in der SPD-Bundestagsfraktion Berichterstatterin Gesundheitswirtschaft, verhehlte nicht ihren „Hunger nach Informationen“. Für sie gebe es „keinen guten oder schlechten Lobbyismus“, vielmehr sehe sie die Möglichkeit, sich Fachwissen anzueignen. Ehrlich, offen und transparent müsse das Gespräch mit den einzelnen Akteuren sein, sagte Prof. Dr. Carolin Zeller, Politikwissenschaftlerin und Public Affairs an der Quadriga Hochschule.

MSD jedenfalls bot an diesem Abend eine offene Gesprächsatmosphäre. Neue Wege für die Kommunikation.


© Observer Gesundheit


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