Gesellschaftsabend des Deutschen Hausärzteverbandes

Außergewöhnlicher Veranstaltungsort: das Brewdog Dogtap Berlin
Der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes bei seiner Eröffnungsrede
Die Dame spricht, die Herren freuen sich: Christine Neumann-Grutzeck (Berufsverband Deutscher Internisten), Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband), Stephan Hofmeister (v.l.n.r.)
Stephan Hofmeister (KBV) (l.) und Martin Scherer (Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin)
Herzliche Begrüßung für Dr. Petra Reis-Berkowicz (KBV)
Der neue stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes Markus Beier (2.v.r.) im Beisein von Delegierten
Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband) (l.) mit Stephan Hofmeister (KBV)
Bier ohne Grenzen: ein wohl treffender Slogan für den Gesellschaftsabend
Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband), Johannes Thormählen (GWQ), Jürgen Hohnl (IKK e.V.) (v.l.n.r.)
Gruppenbild mit Dame: Johannes Bauernfeind (AOK Baden-Württemberg), Stephan Hofmeister (KBV), Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband), Christine Neumann-Grutzeck (Berufsverband Deutscher Internisten), Gerald Gaß (DKG) (v.l.n.r.)
Deutscher Hausärztetag 2021 im Lebkuchenherz verewigt – keiner weiß, wie lange
Beim freundlichen Plaudern: Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband), Stephan Hofmeister (KBV), Gerald Gaß (DKG) (v.l.n.r.)
Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband) mit Ehefrau Rosa
Der unter Denkmalschutz stehende Wasserturm unweit der Location ist wahrlich eine Augenweide


Kennen Sie Dr. Motte; genau den Techno-DJ und Mitbegrüner der Loveparade in Berlin? Für den Bundesvorsitzenden Ulrich Weigeldt ist er jedenfalls ein Begriff. Bei seiner Rede auf dem Gesellschaftsabend des Deutschen Hausärzteverbandes kündigt er den DJ jedenfalls schon mal an – zum Erstaunen mancher Besucher.

In diesem Jahr entscheidet sich der Hausärzteverband für eine außergewöhnliche Location: das Brewdog Dogtap Berlin. Wer Bier liebt, vor allem Craft Bier, ist hier genau richtig. Hier heißt im beschaulichen Marienfelde, auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerkes Mariendorf im Süden Berlins: weit weg von der City Ost und auch vom West-Zentrum.

Bewusst habe man sich für diesen Ort entschieden, berichtet Weigeldt. Denn hier hätte man keine Stornogebühren zahlen müssen, wenn ein neuer Lockdown gekommen wäre. Ist er aber nicht. Mit der 3G-Regel ist jeder Eingeladene willkommen. Und das Ambiente ist fürwahr eine Augenweide. Imposant die Ausstattung, ansehnliche Kunstwerke, mehrere Bars und nicht zu vergessen: eine große Bühne mit viel Equipment.

In seinen einleitenden Worten verweist Weigeldt auf den neuen Veranstaltungsort als ein Indiz für die neue Bundesregierung. Mit einer großen Koalition rechnet der Bundesvorsitzende jedenfalls nicht mehr – heftig spekulieren könne man an diesem Abend, was komme, sagt er. Augenscheinlich geht Weigeldt von langen Koalitionsverhandlungen aus, denn nach seiner Einschätzung werde die kommende Neujahrsansprache wohl noch Angela Merkel halten.

Weigeldt verweist auf die hervorragende Arbeit der Hausärzte während der Pandemie. Nicht das kluge und schnelle politische Handeln sei dafür ausschlaggebend gewesen, wie es Politiker immer wieder betont hätten, sondern das effektive und rasche Agieren vor Ort, unter anderem in den Praxen.

Das zweite Thema sei die Digitalisierung. Die Hausärzte seien keine „Fortschrittsfeinde“; Digitalisierung müsse jedoch einen Mehrwert haben für die Arbeit in den Praxen und für die Patienten – das sei das „Maß aller Dinge“. Es gebe wenig Erfolg und viel Arbeit mit Blick darauf. Dass die Bundesregierung „ihren Kalender immer mit unserem abgleicht“, sorgt für ein Lachen bei den Hausärzten; regelmäßig vor der Bundestagswahl finde der Hausärztetag statt. Gut geplant eben.

Das Essen ist – entsprechend des Ambientes – deftig und reichlich. Bier fließt in Strömen, andere Getränke, wie Wein, gibt es auch.

Zum Tanzen sind die Hausärzte dann doch noch gekommen. Aufgelegt hat allerdings nicht Dr. Motte. Das ist ein Scherz des Bundesvorsitzenden gewesen. Was soll es.

 

Fina Geschonneck


© Observer Gesundheit


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