Mehr Staat, weniger Selbstverwaltung, weniger Wettbewerb? Mut zur Evidenz – auch bei Governance-Fragen!

Prof. Dr. Nils C. Bandelow

Johanna Hornung

Gesundheitsminister Spahn verfolgt eine Strategie der zunehmenden Verstaatlichung von Kompetenzen im BMG, aktuell durch seine polarisierenden Änderungsanträge zum TSVG bzw. EDIR. Dies ähnelt stark den Entwicklungen des französischen Etatismus, das noch 2000 als bestes Gesundheitssystem gekürt wurde – und danach mit Finanz- und Qualitätsproblemen abstürzte. Ist Deutschland dabei, diesem Weg zu folgen? Wann lässt sich mehr Staat im Gesundheitswesen wissenschaftlich rechtfertigen und wann sind Selbstverwaltung und Wettbewerb effizienter?

 

Aktuelle Entwicklungen der Hierarchisierung im deutschen Gesundheitswesen

Die für das deutsche Gesundheitswesen zentralen Strukturen der Selbstverwaltung, die Entscheidungen durch Verhandlung meist zwischen Vertretern von Kostenträgern und Leistungserbringern trifft (Bandelow 2009), werden aktuell zunehmend von Gesundheitsminister Spahn attackiert. Teilweise findet sich breite Unterstützung auch von anderen Akteuren, wie bei der Kritik am Versagen der Selbstverwaltung im Bereich der Digitalisierung – hier vor allem an der mangelhaften Umsetzung der Vorgaben durch die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (gematik) (Ex and Amelung 2018). Mehr Konfliktpotenzial erwuchs aus der Auseinandersetzung um zu langwierige Entscheidungsprozesse bei der evidenzbasierten Bewertung neuer Therapiealternativen. Dieser Kompetenzstreit gipfelte Anfang 2019 in einer öffentlichen Auseinandersetzung um die Erstattung von Leistungen zur Behandlung von Lipödemen durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) (Bertelsmann 2017).

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