Prof. Dr. Stefan Scholtes
12.02.2026
Kommunale Gesundheitsgenossenschaften
Prof. Dr. Stefan Scholtes
Die hausärztliche Versorgung in ländlichen Regionen Deutschlands steht vor einer akuten Krise. Laut eines kürzlich veröffentlichten Berichts der Bertelsmann Stiftung planen etwa 20 Prozent der Hausärztinnen und Hausärzte, ihre Tätigkeit innerhalb der nächsten fünf Jahre aufzugeben. Gleichzeitig verändert sich das Berufsbild junger Ärztinnen und Ärzte erheblich.
Die selbstständige Einzelpraxis verliert zunehmend an Attraktivität, während die Anstellung in einem Team mit planbaren Arbeitszeiten immer häufiger bevorzugt wird. Ausschlaggebend für diesen Wandel ist die zunehmende Zurückhaltung gegenüber dem unternehmerischen Risiko und der damit verbundenen Verantwortung, die viele Nachwuchsärztinnen und -ärzte abschreckt.
…
Prof. Dr. Stefan Scholtes
Eine älter werdende Bevölkerung, Multimorbidität und weniger medizinisches Fachpersonal, insbesondere Allgemeinmediziner, sind große Herausforderungen für die medizinische Versorgung: in Deutschland, wie auch in anderen Ländern. Eine besondere Rolle spielen dabei die Hausärzte als erste Ansprechpartner für die Patienten, die vor allem auf dem Land händeringend gesucht werden. Das Zauberwort der Bundesregierung heißt sektorenübergreifende Versorgung. Im September hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dazu eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Mehr Zusammenarbeit und eine bessere Vernetzung unterschiedlicher Versorgungsbereiche sind das Ziel; Innovationen gefragt. In England ist vor drei Jahren ein solches innovatives Projekt für …
Prof. Dr. Stefan Scholtes
Fernsehserien wie „Casualty“, „Grey’s Anatomy“ und „House“ lassen Krankenhäuser in einem glanzvollen Licht erscheinen. Im Fernsehen kämpfen heroische Teams aus Ärzten und Krankenschwerstern mit höchst komplexen oder sogar mysteriösen Krankheitsfällen. Sie tüfteln spektakulärste Behandlungsmethoden aus und retten unter dramatischen Bedingungen im letzten Moment das Leben des Patienten. Fernab dieser fiktiven Dramen sieht die Realität in öffentlichen Krankenhäusern allerdings ganz anders aus.
Anstelle von dramatischen Individualtherapien besteht das Gros der Aktivität aus routinemäßige Prozeduren. Diese erfordern zwar kein großes Brainstorming, nehmen allerdings viel Zeit und Ressourcen in Anspruch. Und eben diese …
