Christian Hilmer


Christian Hilmer

Der Beitrag der drei Autorinnen vom GKV-Spitzenverband im Observer Gesundheit vom 23. Februar verdient Respekt für seine Detailtiefe – und scharfen Widerspruch in mehreren Kernpunkten. Denn, wer die öffentliche Debatte über das AMNOG mit selektiv aufbereiteten Zahlen führt und dabei die Schiedsstelle als institutionellen Sündenbock aufbaut, schadet dem System mehr als er es schützt.

Besonders schlagkräftig klingt die Behauptung, bei „80 Prozent der Wirkstoffe ohne Zusatznutzen“ entstünden Mehrausgaben gegenüber der wirtschaftlichsten Vergleichstherapie. Diese Zahl ist jedoch methodisch nicht haltbar. Sie setzt voraus, dass bei einem zweckmäßigen Vergleichstherapie-Korb (ZVT-Korb) stets das …

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