ABDA vor Ort: Das Sommerfest im neuen Apothekerhaus

ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening bei der Begrüßung
Janosch Dahmen MdB (Bündnis 90/Die Grünen) erklärt die Gesundheitspolitik.
Erwin Rüddel MdB (CDU) im Gespräch mit ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening
Mathias Arnold (ABDA), Thomas Dittrich (Deutscher Apothekerverband) und Thomas Benkert (Bundesapothekerkammer) (v.l.n.r.)
Matthias Arnold (ABDA) im Gespräch mit Karin Maag (G-BA)
Hatten viel Spaß: Michael Hennrich MdB (CDU) und Edgar Franke (BMG) (r.)
Thomas Dittrich (Deutscher Apothekerverband), Carola Reimann (AOK-Bundesverband) und Hubertus Cranz (BAH) (vl.n.r.)
Das ABDA-Sommerfest in diesem Jahr in der neuen Repräsentanz


Ein Housewarming mit Verspätung: Die ABDA musste zwei Jahre warten, bis sie ihr neues Zuhause präsentieren konnte. Das Warten hat sich gelohnt. Das Apothekerhaus in der Heidestraße 7 ist eine Feier wert.

Der moderne Neubau hat einen riesigen Sitzungssaal, der für den Abend in eine schick-gemütliche Party-Location verzaubert wurde. Dafür sorgte eine Beleuchtung aus haushohen Säulen mit Strahlern in rot und orange. Feiern lässt es sich bei der ABDA aber auch gut „nach hinten raus“. Zwischen dem Bürogebäude und den benachbarten Rieckhallen, wo die Kunst der Flick-Collection untergebracht ist, liegt ein postmodern wirkender Hinterhof. Der luftige und doch intime Platz bietet sich an für Grill und Buffet unter freiem Himmel. Der Höhepunkt ist jedoch eine Dachterrasse auf der Vorstandsetage, die für das Sommerfest flugs zur Rooftop-Bar umgewidmet wurde. Von dort reicht der Blick weit über das Europacity-Quartier unweit von Hauptbahnhof und Hamburger Bahnhof. Charité und Fernsehturm glänzen im Hintergrund.

Die Hausherrin, ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening, ließ es sich nicht nehmen, die Gäste persönlich willkommen zu heißen. Dabei verzichtete Overwiening auf politische Botschaften. Dass sie nicht nur das verbindlich-liebenswürdige Gesicht der Apothekerschaft ist, sondern bei Bedarf auch streitbar und angriffslustig deren Interessen vertreten kann, hat sie inzwischen auf zahlreichen Podien bewiesen. Angelehnt an den zeitgleichen Tag der Diversity („let´s celebrate diversity“) wollte sie schlicht „let´s celebrate“ als Motto des Abends verstanden wissen.

Die Charta der Vielfalt, die vor zehn Jahren den Tag der Diversity ausgerufen hat, dürfte es freuen – auch wenn die Gästeliste der ABDA noch nicht wirklich divers daherkam. Apotheker, die sonst hinterm HV-Tisch der ganzen Breite der Gesellschaft begegnen, scheinen es beim Feiern eher klassisch und handverlesen zu mögen. Für manche Einladung brauchte es einen einflussreichen Fürsprecher. Wer es aber hinein geschafft hatte, der erlebte im besten Sinne altmodische Gastgeber, die ihre Gäste schon am Eingang freundlich und zugewandt begrüßten. Dass man bei der ABDA gut behandelt wird, scheint über die dürren Jahre der Pandemie nicht in Vergessenheit geraten zu sein. Die Bude war voll, das Publikum hochkarätig und die Stimmung bestens.

Fragt sich nun, ob das neue Zuhause des Berufsstandes etwas am Auftreten der Apothekerschaft in der Gesundheitspolitik ändern wird. Der Weg dorthin war weit, ausgehend vom Mendelssohn-Palais in der Jägerstraße (wo die Seitenwand rissig wurde) über das Zwischenquartier Ecke Friedrichstraße/ Unter den Linden (wo das Autohaus die Schau stahl) bis hin zum Pandemie-bedingten Home-Office (aus dem die 110 Mitarbeiter der ABDA zum 13. Juni zurückgerufen werden).

Auch berufspolitisch haben die Apotheker einen langen Weg hinter sich, beginnend 2016 mit der internen Debatte über ein neues Berufsbild, das letztlich als „Pharmazeutische Dienstleistungen“ erfolgreich den Weg ins Gesetzbuch fand. Nach den beachtlichen Leistungen in der Pandemie geht der Berufsstand nun mit neuem Selbstbewusstsein in die Debatten der Zukunft. Da wird es wohl immer wieder guten Grund zum Feiern und zum Klagen geben. Eines können wir schon heute versprechen: Beim Feiern sind wir wieder dabei. War schön bei Euch.

 

Sebastian Hofmann


© Observer Gesundheit


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